{"id":9023,"date":"2023-11-06T14:26:29","date_gmt":"2023-11-06T14:26:29","guid":{"rendered":"https:\/\/fotoreiseblog.highlighttours.de\/?p=9023"},"modified":"2024-07-20T10:14:57","modified_gmt":"2024-07-20T10:14:57","slug":"methana-teil-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/fotoreiseblog.highlighttours.de\/methana-teil-2\/","title":{"rendered":"Eine Woche auf Methana \u2013 Teil 2"},"content":{"rendered":"\n
Ann\u00e4herungen an eine Halbinsel<\/strong><\/p>\n\n\n Vor einem Jahr hatten hier Peter, Bernhard, Ralf, Steffen, Torsten und ich \u00fcber unsere Schluchtenabenteuer in Griechenland <\/a>berichtet. Eine der dort beschriebenen Schluchten war die Acheron-Schlucht bei Glyki, die nach der griechischen Mythologie zum Eingang des Hades – der Unterwelt – f\u00fchrt. Auch in diesem Jahr blieben wir als Foto-Abenteurer der griechischen Sagenwelt treu, dieses Mal auf den Spuren von Hephaistos, dem Gott der Schmiede, des Feuers und der Vulkane. <\/p>\n\n\n\n Ralf und Bernhard wollten im Anschluss an unsere Woche noch etwas l\u00e4nger bleiben und waren wieder mit dem eigenen Auto und dem Schiff via Ancona-Patras angereist. Schon das war, so wie es die beiden beschreiben, ein bisschen Abenteuer. Bernhard fasst das so zusammen: \u201eAuch dieses Jahr hatte uns Michaela zu einem Foto-Abenteuer nach Griechenland eingeladen; diesmal auf die vulkangepr\u00e4gte Halb-Insel Methana. Schon die Anreise durch die Peleponnes mit Umleitung, Gebirgsfahrt, Dunkelheit stimmte auf die kommenden Tage ein.\u201c <\/p>\n\n\n Ralf sah das \u00e4hnlich: \u201eDie Bezeichnung „Adventure-Class“ f\u00fcr unsere Foto-Touren in Griechenland weckt nat\u00fcrlich Erwartungen, diese wurden auch bei dieser Reise wieder einmal – und zum Teil recht \u00fcberraschend – erf\u00fcllt. Nicht nur, dass die Anreise bereits ein kleines Abenteuer war: im Dunkeln \u00fcber viele enge Serpentinen zu fahren ohne genau zu wissen, wo man gerade ist war schon spannend, aber die folgenden Tage wurden dem Titel unserer Reise auf jeden Fall gerecht.\u201c<\/p>\n\n\n\n Methana ist eine 55 Quadratkilometer gro\u00dfe und bis zu 713 Meter hohe vulkanische Halbinsel an der S\u00fcdk\u00fcste des Saronischen Golfs. Laut Infotafeln wurden mindestens 30 Lavadome als Zeugen des Vulkanismus in der Landschaft identifiziert. Es ist eine wilde, von den Vulkanausbr\u00fcchen der fernen Vergangenheit geformte Welt. Ein schmaler steiler Pfad f\u00fchrt zu einer Feldkirche, die zwischen Olivenb\u00e4umen und Wildkr\u00e4utern auf einem Lavadom steht.<\/p>\n\n\n Um 250 v. Chr. fand einige Kilometer oberhalb des kleinen Fischerhafens Vathi<\/em> beim Dorf Kameni Chora<\/em> ein Vulkanausbruch statt. Der daraus erwachsene Lavadom war eines unserer Wander- und Fotoziele. Nach dem Anstieg durch einen Kiefernwald windet sich der Weg durch Lavafelstr\u00fcmmer bis zu einem engen, finsteren Schlot. Der Blick von dort oben auf das Meer und die anderen Inseln des Saronischen Golfs ist spektakul\u00e4r.<\/p>\n\n\n Einen Tag hatten wir f\u00fcr eine Expedition in die Taubenh\u00f6hle (Peristeri Cave)<\/em> reserviert. Hier kamen neben festen Wanderstiefeln und Wasserschuhen auch die Stirnlampen und kr\u00e4ftige Taschenlampen f\u00fcr\u2018s Lightpainting zum Einsatz. Die Gesamtfl\u00e4che der H\u00f6hle betr\u00e4gt rund 4000 Quadratmeter, die maximale Breite 33 Meter, die L\u00e4nge etwa 240 Meter. <\/p>\n\n\n\n Zwischen dem hinteren Ende der H\u00f6hle und uns erstreckte sich gleich am Eingang ein blau schimmernder See. Zum Durchwaten war der Wasserstand um diese Jahreszeit zu hoch. Da wir die Kameras nicht schwimmend bis ans hintere Ende des Sees gebracht h\u00e4tten, gibt es vom weiteren H\u00f6hlenverlauf hier keine Fotos. (Steffen, w\u00e4rst du doch dabei gewesen, du h\u00e4ttest es vielleicht zu Fu\u00df geschafft!)<\/p>\n\n\n Nicht weit von Methana entfernt, nahe der antiken Ausgrabungsst\u00e4tte von Trizina, liegt die Devil\u2018s Bridge (Diavologefyro)<\/em>, eine nat\u00fcrliche Br\u00fccke \u00fcber eine Schlucht auf deren Grund ein kleiner Fluss selbst im Sommer noch Wasser f\u00fchrt. <\/p>\n\n\n Es gibt einen schmalen, teilweise mit Seilen gesicherten Pfad die Schlucht hinunter. Er ist als \u201enicht ganz einfach zu finden und zu laufen\u201c beschrieben. Also wieder ein Hauch von Abenteuer \u2013 super! Wir waren gespannt, was uns unten erwarten w\u00fcrde. Auf dem Grund der Schlucht angekommen standen wir dann auch gleich im Fluss. Also wieder rein in die Wasserschuhe. <\/p>\n\n\n\n Wir wurden f\u00fcr die steile Klettertour belohnt mit dem Anblick von Sinter- und Tropfstein-Formationen und einem Wasserfall, der den Stein zu einer nat\u00fcrlichen Wasserrutsche glattpoliert hatte. Das Wasser sammelte sich davor in zwei Becken, weiter oben war die Unterseite der Devil\u2019s Bridge<\/em> auszumachen. Diese Ansicht ist auf dem Foto Nr. 12 in der Galerie unten zusehen. Eine wundersch\u00f6ne, stille Naturoase.<\/p>\n\n\n Wie immer waren wir alle total gespannt darauf nach der Tour gleich die Fotos, die dort entstanden waren, von der Kamera auf den PC zu laden und zu sichten. Bernhard meint in seinem R\u00fcckblick: \u201eAuch ein enormer grippaler Infekt hinderte Michaela nicht daran, uns mit ihrer Begeisterung f\u00fcr Land und Leute anzustecken. Umso sch\u00f6ner waren dann die Momente der t\u00e4glichen Bildbesprechung, wenn wir unsere Ergebnisse aus dem Vulkan, der respekteinfl\u00f6\u00dfenden Taubenh\u00f6hle<\/em>, der Devil\u2018s-Bridge<\/em> oder den wundersch\u00f6nen, wilden Alpenveilchen teilten. Auch die \u00dcbernachtung und die kulinarische Versorgung waren wieder hervorragend ausgesucht. Leider waren die Tage nat\u00fcrlich wieder viel zu kurz und wir mussten uns am Samstag schon wieder voneinander verabschieden; nicht ohne aber schon wieder eine abenteuerliche Idee f\u00fcr 2024 geboren zu haben.\u201c<\/p>\n\n\n Ralf schaut auf unsere Abenteuer mit diesen Worten zur\u00fcck: \u201eDas Klettern in das Innere eines Vulkan-Schlotes mit dem Anblick von erstaunlich glatten W\u00e4nden, den ich so nicht erwartet hatte war genau so abenteuerlich wie das Schwimmen in der Taubenh\u00f6hle beim Schein der Taschenlampe – im \u00fcberraschend salzigen Wasser. Die Kletter-Tour unter die Teufelsbr\u00fccke oder der Abstieg zur kleinen Kapelle waren zwar anstrengend, haben sich aber auf jeden Fall gelohnt. Ich hab selten von einer Reise so viele spannende Eindr\u00fccke und so viele sch\u00f6ne Bilder mit nach Hause genommen. Eine rundum gelungene Adventure-Class, und unsere sch\u00f6nen gro\u00dfen Ferien-Wohnungen, das gute Essen und die freundlichen Menschen werden mir noch lange in Erinnerung bleiben.\u201c<\/p>\n\n\n Peter fasst seine Eindr\u00fccke im R\u00fcckblick so zusammen: Unber\u00fchrte Natur, urw\u00fcchsige Landschaften abseits ausgetretener Touristenpfade \u2013 das ist es doch, was wir alle suchen. Michaela kennt solche Orte und l\u00e4sst uns daran teilhaben \u2013 danke. Zum Abschluss unserer Woche auf der Halbinsel Methana waren wir auf der vorgelagerten, malerischen Insel Poros mit seiner sch\u00f6nen Altstadt. Hier trifft man dann wieder auf die Ausw\u00fcchse des Massentourismus.<\/p>\n\n\n Zum Abschluss hier eine Galerie mit Fotos von Bernhard, Peter und Ralf. Was meinst du, vermitteln einige der hier gezeigten Fotos auch f\u00fcr dich einen Hauch von Abenteuer? \u00dcber R\u00fcckmeldungen freuen wir uns. F\u00fcr die Vollbild- bzw. Slideshow-Ansicht bitte in ein Vorschaubild hinein klicken. In der Woche davor hatten Nicola, Elisabeth, Christa und ich Landschaft, Architektur und Pflanzenwelt auf Methana erkundet. Mehr dazu hier >><\/a>. Ich finde es interessant, beim Betrachten der Bildergebnisse der beiden aufeinander folgenden Fotowochen die Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu sehen.<\/p>\n\n\n\n <\/figure><\/div>\n\n\n
<\/figure><\/div>\n\n\n