{"id":5048,"date":"2018-06-03T14:42:45","date_gmt":"2018-06-03T14:42:45","guid":{"rendered":"https:\/\/fotoreiseblog.highlighttours.de\/?p=5048"},"modified":"2023-01-07T19:22:02","modified_gmt":"2023-01-07T19:22:02","slug":"auf-dem-sentiero-nel-blu","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/fotoreiseblog.highlighttours.de\/auf-dem-sentiero-nel-blu\/","title":{"rendered":"Auf dem Sentiero Miniere nel Blu"},"content":{"rendered":"\n

Meine dritte Exkursion in die Minenregion im S\u00fcden Sardiniens f\u00fchrte mich auf den Sentiero Miniere nel Blu<\/em>, das ist ein Teilst\u00fcck des Cammino Minerario di Santa Barbara. Dieser Wegabschnitt bietet Wanderern und Fotografen einige spektakul\u00e4re industriearch\u00e4ologische Hinterlassenschaften und wundersch\u00f6ne, abwechslungsreiche Blicke auf das \u2013 sehr blaue \u2013 Meer mit bizarren Klippen und malerischen Str\u00e4nden. Ein Ziel dieser dritten Exkursion war, die wundersch\u00f6nen tiefblauen bis t\u00fcrkisfarbenen Buchten und Str\u00e4nde fotografisch festzuhalten. Dazu habe ich eine Bootsfahrt unternommen. Die Kamera war w\u00e4hrend der Fahrt auf eine schnelle Verschlusszeit eingestellt – schneller als das Boot fuhr (s. Bild 19-21 in der Galerie unten). Beeindruckend sind auch die vielen Farben und Formen der Gesteine entlang des Weges (ein Beispiel zeigt Bild 18 in der Galerie unten). Die Region wird von Geologen als der erdgeschichtlich \u00e4lteste Teil Italiens beschrieben. Die Geschichte der Minen ist auf Schautafeln entlang des Weges sehr informativ beschrieben.<\/p>\n\n\n

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Mehr Blau geht nicht – Felsnadeln vom Boot aus fotografiert – Bild vergr\u00f6\u00dfert beim Hineinklicken<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n

Ein alter Fu\u00dfpfad der Bergleute, der noch bis Mitte der 90er Jahre benutzt wurde, f\u00fchrte mich von dem kleinen K\u00fcstenort Nebida<\/em> aus durch einen Tunnel (Galleria Lamarmora) und entlang alter Gleise hinab zu dem Gel\u00e4nde der Laveria Lamarmora<\/a>. Die Geb\u00e4ude sind vom Meer aus zug\u00e4nglich, so konnten die in der Laveria=W\u00e4scherei gereinigten Erze hier in der Bucht auf kleine Schiffe verladen werden. Diese steuerten mit ihrer Fracht den Hafen Carloforte<\/em> auf der nahe gelegenen Isola San Pietro<\/em> an. Dort wurden die Erze auf gr\u00f6\u00dfere Schiffe umgeladen und nach Nordeuropa verschifft. Dies war ein aufw\u00e4ndiger, arbeits- und zeitintensiver Ablauf, f\u00fcr den 70 Jahre lang hunderte von Menschen arbeiteten. Um den Transportvorgang zu vereinfachen, wurde 1924 von einer belgischen Minengesellschaft im Nachbarort Masua<\/em> der Tunnel von Porto Flavia<\/em> gebaut.<\/p>\n\n\n

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Der landseitige Eingang zum Tunnel – Bild vergr\u00f6\u00dfert beim Hineinklicken<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n

Es handelt sich dabei um einen 650 m langen Transport-Stollen, dessen Ausgang gegen\u00fcber dem fotogenen Inselchen Pan di Zucchero<\/em> \u00fcber dem Wasser endet. Dort wurden die Erze in 9 gro\u00dfen Silos von je 1000 Tonnen Fassungsverm\u00f6gen zwischengelagert. Am Landungssteg, der durch den Pan di Zucchero<\/em> Windschutz hatte, konnten nun gr\u00f6\u00dfere Schiffe anlegen und der aufw\u00e4ndige Umladevorgang in Carloforte<\/em> entfiel. <\/p>\n\n\n

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Der Pan di Zucchero gegen\u00fcber dem Tunnelausgang – Bild vergr\u00f6\u00dfert beim Hineinklicken<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n

Heute kann die Anlage mit einer F\u00fchrung besichtigt werden. Das habe ich mir nat\u00fcrlich nicht entgehen lassen. Es gab ein paar interessante Details zur Geschichte des Tunnels, in einigen Nischen waren Szenen aus dem Bergarbeiteralltag nachgestellt. Die Beleuchtung war recht sp\u00e4rlich, die beiden Fotos, Nr. 9 und Nr. 10 in der Galerie unten sind im Halbdunkeln mit ISO 8000 und Offenblende entstanden. Geht noch, finde ich, oder?<\/p>\n\n\n\n

Als weiteres Ziel auf diesem Streckenabschnitt des Cammino Minerario hatte ich mir vorgenommen, ein verlassenes Bergarbeiterdorf auf den Klippen \u00fcber dem Meer zu erkunden. Es zu finden war nicht ganz einfach. Heute stehen nur noch die Mauern der H\u00e4user, \u00fcberwachsen von Ginster, Wildblumen und kleinen B\u00e4umen. Man kann sich kaum vorstellen, dass das Dorf noch bis in die 20er Jahre rund 2000 Einwohner hatte. Im letzten Abendlicht bin ich durch dieses Geisterdorf gewandert und auf den alten Mauerresten herumgeklettert ohne dort auch nur einem einzigen anderen Menschen zu begegnen. <\/p>\n\n\n

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Das verlassene Bergarbeiterdorf – Bild vergr\u00f6\u00dfert beim Hineinklicken<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n
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Im oberen Teil von Nebida<\/em> liegt die Chiesa di Santa Barbara<\/em>. Es ist eine von vielen Kirchen die in der Minenregion der heiligen Barbara di Nicomedia gewidmet sind. Sie wird als Schutzheilige der Bergleute verehrt. Von den alten Malern (z.B. D\u00fcrer, Botticelli, \u2026) wird sie h\u00e4ufig zusammen mit einem Turm dargestellt. Das Turmsymbol wurde darum bei der Ausarbeitung des Cammino als Wegmarkierungszeichen ausgew\u00e4hlt. Mehr zur Geschichte der heiligen Barbara findest du unter Wikipedia<\/a> (danke Bernhard f\u00fcr den Hinweis!).<\/p>\n\n\n

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Eine Statue der Santa Barbara, in der Hand h\u00e4lt sie einen Turm – Bild vergr\u00f6\u00dfert beim Hineinklicken<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n

Hier eine Galerie mit Fotos von den Stationen der dritten Exkursionen in die Minenregion. Die Bilder vergr\u00f6\u00dfern beim Hineinklicken. Meine Favoriten sind das Foto Nr. 15 und die Nr. 16  Und welches Foto gef\u00e4llt dir am besten?<\/p>\n\n\n\n

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