Michaelas Logbuch – Fotoreisen und Fotoprojekte

Wasserbüffel und Pelikane

Im November 2014 hatte ich hier über die Pelikane vom Kerkini-See berichtet. Dieses Jahr war ich wieder dort. Peter aus Leonberg kam mich besuchen, gemeinsam wollten wir eine Woche lang die Pelikane anpirschen und hofften auf spannende Action-Fotos mit aufspritzendem Wasser und schlagenden Flügeln.

fototouren-kerkini-see_40
Peter, für dein langes Tele musste ich das Foto im Panoramaformat zuschneiden!

Doch zu unserer großen Begeisterung kam noch ein Fotothema dazu: neben den Pelikanen haben uns die großen, dunklen Wasserbüffel der Region gefesselt. Im Vorjahr bekam ich nur wenige Tiere zu sehen und das Licht war für vorzeigbare Fotos nicht gut genug. Doch diesmal wurden wir in meinem Lieblingscafe Arxontariki mit hilfreichen Tipps zu den Standorten der Büffelherden versorgt. Der absolute Höhepunkt: wir durften mit einer grasenden Herde und ihren Hirten mitgehen. Unvergesslich der Moment, als die Tiere ins Wasser gingen und auf uns zu schwammen.

fototour-kerkini-see_08
2 schwimmende Wasserbüffel – Bild vergrößert beim Hineinklicken

Bei der Wanderung mit der Herde hatten wir Gelegenheit, uns mit Trifon Giantsidis, dem Besitzer der Tiere und Eleni, die dort Feldstudien für ihre Doktorarbeit über das Sozialverhalten der Büffel durchführte, zu unterhalten. Die Gespräche vermittelten uns einen Eindruck von der Geschichte der Landschaft und der Büffelherden. 2800 Wasserbüffel gibt es am Kerkini-See. Das ist mit Abstand der größte Bestand in Griechenland, landesweit gibt es 3500 Tiere. Ausgewachsene Tiere werden 500 kg schwer, wir sollten beim Fotografieren einen angemessenen Abstand halten, sagte Trifon, es könnte sonst ungemütlich werden, wenn ein Tier auf uns zu käme. Das haben wir beherzigt und waren froh, das lange Tele dabei zu haben.

Die Pelikanfotografie war der zweite Schwerpunkt unserer Foto-Exkursionen. Unwiderstehlich waren immer wieder die Abflug- und Landszenen, wenn die schweren Tiere ihre Füße wie Flugzeug-Landeklappen zum Bremsen ausstreckten und die Wasserfontänen aufspritzten. Wie Wasserski ohne Skier!

fototouren-kerkini-see_34
Gelandet – Bild vergrößert beim Hineinklicken

Leider war eine Woche wieder viel zu kurz für einen umfassenden fotografischen Überblick über die artenreiche Tierwelt und Landschaft der Region. Libellen, Schmetterlinge, Fangschrecken, Haubenlerchen, Silberreiher, Flamingos in der weiten Delta-Landschaft, …. wir hätten noch wochenlang weitermachen können. Peter hatten es die Silberreiher angetan. Er denkt über ein Tarnzelt nach 🙂 . Die Idee, dort dann ab 4 Uhr morgens 🙁 anzusitzen hat mich allerdings noch nicht so ganz überzeugt.

fototouren-kerkini-see_41
Cafe Arxontariki in Lithotopos
fototouren-kerkini-see_42
Pelikanskulptur

Im Cafe Arxontariki in Lithotopos (mehr auf facebook.com/arxontariki kafe) haben wir uns nach den Fototouren bei guter Musik und einem gemütlichen Kaminfeuer am Abend immer sehr wohl gefühlt. Der Besitzer, Gregorios Zervos, hat dort allerlei Kunstobjekte aus Treibholz ausgestellt, die dem Cafe einen unverwechselbaren Charakter geben.

In der Galerie unten könnt ihr ein paar Ergebnisse der diesjährigen Foto-Exkursionen am Kerkini-See anschauen. Ich freue mich, dass Peter auch einige seiner Bilder beigesteuert hat. Die Vorschau-Bilder vergrößern beim Hineinklicken:

2 Gedanken zu “Wasserbüffel und Pelikane

  1. Heinz Diehl

    Annis Kommentar …: Traumhaft schön , das ist das einzige, was man dazu sagen kann .
    Kann ich nur bestätigen und schließe mich gerne dieser Meinung an.
    Viele liebe Grüße aus Pelasgia …Anni u. Heinz

  2. Peter Liebthal

    Das war wieder einmal Griechenland pur, abseits der üblichen touristischen Trampelpfade.

    Liebe Michaela, du hast ein besonderes Gespür, nicht nur für die Naturfotografie, sondern auch für die Menschen, die in der Landschaft leben. So bekamen wir die Gelegenheit, diese archaisch anmutenden Büffel zu beobachten und zu fotografieren. Und neben den Pelikanen, die mich bei ihrer Landung auf dem Wasser manchmal an Szenen aus dem Walt-Disney-Film Bernhard und Bianca erinnert haben, wenn sie die großen schwarzen Füsse als Bremspedal eingesetzt haben, gab es noch viele weitere Vogelarten zu beobachten.
    Übrigens – die griechische Hühnersuppe, die wir in Lithotopos gegessen haben, habe ich gestern nachgekocht. Hat allen geschmeckt. Und so bringt man neben den Fotos und den Erinnerungen noch ein weiteres Mitbringsel mit.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert