Mufflonpirsch im Montiferru
In den höheren Lagen des Montiferru ist ein geschützter Bestand von einigen hundert wilden Mufflons zuhause. Es handelt sich hier um das ursprüngliche Europäische Mufflon (Ovis gmelini musimon). Diese Mufflonart war seit mindestens 7000 Jahren zunächst nur auf Korsika und Sardinien verbreitet. In den letzten 200 Jahren sind dann Tiere von dort an verschiedenen Stellen Europas als Park- und Jagdwild ausgesetzt worden und damit auch nördlich der Alpen heimisch geworden.
Mufflons sind sehr scheu. Die Fluchtdistanz ist beträchtlich, auf ungewohnte Geräusche reagieren sie sofort. Auch wird berichtet, dass sie Menschen noch auf eine Entfernung von 1000 Metern optisch wahrnehmen können. Nur wenige Male hatte ich die Tiere in den zurückliegenden Jahren zu sehen bekommen. Die Fotos, die dabei entstanden waren „Suchbilder“, als Erinnerung an einen schönen Ausflug in die Berge ok, aber als Tierfoto nicht besonders vorzeigbar.
Dieses Jahr konnte ich zum ersten Mal ganz kurz eine kleine Herde aus 5 – 10 Metern Entfernung beobachten. Die Tiere hatten mich nicht sofort gesehen, weil ich beim Fotografieren einer Orchidee bodennah hinter dem Stativ hockte und damit fast im Gras verschwunden war.
Mufflonfotos sind bei dieser ersten Begegnung keine entstanden, das Makro, das ich gerade aufstecken hatte, ist dafür einfach nicht das richtige Objektiv :-). Also ein paar Tage später wieder hin! Diesmal mit dem 100-400er Tele. Tatsächlich kamen die Tiere wieder vorbei und ließen mir, geduckt hinter einem Brombeerbusch, ein paar Minuten Zeit für einige Aufnahmen, bevor sie wieder verschwanden. Ein wunderschöner Moment!
- Schöne Raupen?
- Schmetterlinge rund um St. Caterina
Hallo Michaela,
das ist schön dass Du sie noch vor die Linse bekommen hast.
Ich hätte mir sie irgendwie größer vorgestellt…
Liebe Grüße
Carina