Im Fischerboot zu den Braunpelikanen
Von Anfang an hatten mich in Mexico am Strand die Pelikane fasziniert. Es ist ein toller Anblick, wenn sie im Flug vor der Küste den Wellenkämmen folgen und dabei manchmal so dicht über der Wasseroberfläche entlang gleiten, dass es scheint, als wollten sie surfen. Oft fliegen sie in einer Linie hintereinander her. Wollen sie landen, spreizen sie ihre Schwanzfedern zum Fächer auf und strecken die Beine nach vorn. Die Füße dienen dann bei der Landung auf dem Wasser als Kufen. Vom Strand aus hatte ich mehrmals versucht, Flug-, Start- und Landeszenen zu fotografieren. Doch die Distanzen waren zu groß – bzw. das 400er Tele war zu kurz.
Da Pelikane den Fischern folgen, um den Beifang zu ergattern, waren formatfüllende Aufnahmen eher dort zu realisieren, wo die Fischerboote liegen. Wenn die Fischer vom Meer zurückkehren oder wenn sie sich zum Rausfahren fertigmachen, tauchen immer auch die Pelikane als treue Begleiter auf. Bei „meinen“ Pelikanen handelt es sich um Braunpelikane (Pelecanus occidentalis). Es sind gesellige Vögel. Sie brüten, schlafen, fliegen und fischen in Gruppen. Man findet sie an den Küsten Nord-, Mittel- und Südamerikas. Sie werden 1,00 bis 1,40 Meter groß bei einer Flügelspannweite von rund 2 Metern. Der imposante Schnabel misst bis zu 40 cm.
Das Fotohighlight: eines Morgens durfte ich in einem kleinen Fischerboot mit hinausfahren. Kaum hatten der Fischer und seine beiden Söhne die ersten Fische aus dem Netz geholt, waren auch schon ein paar Pelikane zur Stelle. Die drei haben also ihren Fang eingebracht und ich die Pelikane fotografiert. Drei Stunden waren wir auf dem Wasser. Ich wollte natürlich gerne ein paar Action-Szenen vor die Linse bekommen. Also spritzendes Wasser, Streit um den Fisch, Flügelschlagen … Leider war es bei pazifischem Wellengang nicht so simpel, davon gute Fotos hinzubekommen. Es schaukelt ja nicht nur das Boot, sondern auch die Pelikane auf den Wellen. Und diese Bewegungen sind nicht synchron. Auf dem Kerkini-See in Griechenland war das Wasser ruhig gewesen. Da war es viel einfacher, den Fokus präzise zu setzen und das Glanzlicht im Auge des Vogels abzupassen.
Doch einige ganz vorzeigbare Aufnahmen sind dann doch dabei heraus gekommen. Oder? Wasmeint ihr? Die Galerie ist Peter gewidmet, meinem Pelikanfotografie-Mitstreiter am Kerkini-See. Viel Spass beim Durchklicken der Galeriebilder! Die Pelikane sind mit dem 24-105er Objektiv und dem 100-400er Objektiv aufgenommen. Die Vorschau-Bilder vergrößern beim Hineinklicken.
Ein gutes Neues Jahr euch allen!
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Liebe Michaela,
ich habe mich ganz knapp für die Braunpelikane entschieden, sie sind einfach noch toller als die griechischen. Vielleicht liegt es auch am Licht? Jedenfalls sind viele, sehr besondere Aufnahmen dabei, wobei mir die Flugbilder im Landeanflug am besten gefallen.
Liebe Grüße aus dem grau-regnischen Unterfranken
Jutta
Hallo Michaela,
das sind mal wieder tolle Bilder. Ich hoffe auf Fuerteventura im Februar mehr von deinen tollen Mexiko-Bildern zu sehen. Wir wünschen dir einen guten Rutsch ins Neue Jahr.
Liebe Grüsse vom nebligen Bodensee
Eric und Yvone
Pelikane satt – eine gelungene Auswahl an Posen und Aktionen. Und dazu noch das leuchtende Blau des Wassers und des Himmels – die Farben sind in Mexiko kräftiger als in Griechenland.
Beeindruckende Bilder – ich bin gespannt auf die Fortsetzung deines Reiseblogs.
Wir wünschen dir ein gutes neues Jahr 2016 und immer gutes Licht.
Deine
Peter und Elke