Mit dem Boot durch den Mangrovenwald
In der Region um San Blas an der Westküste Mexikos, in der ich mich zur Zeit aufhalte, gibt es an mehreren Stellen die Möglichkeit, mit dem Boot und einem Führer in den Mangrovensumpf hinein zu fahren. Der Mangrovenwald, der zwischen Küste und Hinterland am Fuß einer Bergkette liegt, besteht aus Bäumen und Sträuchern verschiedener Pflanzenarten, die sich an die Lebensbedingungen der brackigen Flussmündungsbereiche angepasst haben. Das Naturreservat, in dem ich zusammen mit Brigitte Faramin unterwegs war, ist sehr ausgedehnt und von zahlreichen natürlichen Kanälen durchzogen, die durch den Dschungel in den Pazifischen Ozean fließen.
Ich war gespannt auf die Krokodile. Brigitte hatte auch von einer Boa geschwärmt, die gelegentlich im Gezweig über einem hängen würde. Und die spezielle Vogelwelt des Mangrovensumpfes interessierte mich natürlich auch. Über drei Stunden sind wir durch die vielen Wasserarme des Gebietes gefahren. Wir hatten das Boot für uns alleine gebucht, um beim Fotografieren flexibel zu sein. Unser Guide kannte sich gut mit den Tieren im Mangrovenwald aus. Was wirklich toll war: er verlangsamte die Fahrt jedes Mal, wenn er sah, dass ich ein Fotomotiv anvisiert hatte. Wenn wir interessante Tiere gesichtet hatten, fuhr er sogar ganz behutsam immer näher heran. So sind mir einige recht ordentliche und fast formatfüllende Fotos von den Bewohnern des Naturreservats gelungen.
Von der Brackwasser- bis zur Süßwasserzone bot die Fahrt ganz unterschiedliche Landschaftseindrücke: einige Gewässerabschnitte waren dunkle, von Stelzwurzelpflanzen umschlossene Tunnel. Andere Streckenabschnitte waren offener und lichter. In einem Lichtungsbereich tauchten plötzlich Pfahlbauten aus dem Dschungel auf. Hier ist ein Film mit dem Titel „Cabeza de Vaca“ gedreht worden. Die Vegetation ist üppig. Grün ist die vorherrschende Farbe. Beeindruckend waren die riesigen Farne an manchen Abschnitten des Uferbereiches. So groß, dass sich sogar der große Kanadareiher fast darin verstecken konnte.
Die Boa hatte leider frei und die Krokodile, genauer Spitzkrokodile (Crocodylus acutus), waren nicht so zahlreich unterwegs, wie ich gehofft hatte. Doch es sind ein paar Fotos entstanden, auf denen sie nicht nur bewegungslos rumliegen. Diese Art kann bis zu 7 Meter lang werden. Manchmal ragen nur die bizarren „Spikes“ des Panzers aus dem Wasser. Das sieht dann schon fast ein wenig außerirdisch aus, wenn so etwas auf einen zu geschwommen kommt. Die Tour war ein fantastisches Naturerlebnis. Vielen Dank Brigitte für den Tipp!
In der Galerie unten seht ihr, was mir im Mangrovensumpf vor die Linse gekommen ist. Die Tier-Aufnahmen sind mit dem 100-400mm Objektiv entstanden. Die anderen Fotos habe ich mit dem 24-105er Objektiv gemacht. Mir gefallen die Farne am besten, davon hätte ich gerne noch ein paar mehr Fotos. Was meint ihr? Welches sind eure Favoriten? Die Vorschau-Bilder vergrößern beim Hineinklicken.
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Hallo Michaela,
Tolle Motive ,noch tollere Fotos,
Weiterhin viel Freude und Erfolg bei deinem Mexikoabenteuer .
Frohes Fest und ein gesundes gutes neues Jahr wünschen
Anni u Heinz
Hallo Michaela,
der Green Heron und die Schildkröte haben es mir angetan.
Das ist echt ein Traum da. Aber ich wiederhole mich…
Weiterhin eine schöne Zeit dort.
Liebe Grüße
Carina
Hallo Michaela,
die Wasserschildkröte mit ihrer Spiegelung und den Tunnelblick find ich am besten. Aber auch die anderen Bilder laden wieder zu einem Ausflug ein. Muss eine tolle Gegend sein, wo du dich aufhälst.
Frohe Weihnachten und viele liebe Grüsse
vom nebligen Bodensee
Yvonne