In Swanetien
Von 20.9.-22.9. war ich mit Clemens und Maya in Swanetien, genauer: im Oberen Swanetien. Swanetien liegt im Norden Georgiens, im hohen Kaukasus. Bewohnt wird Swanetien von den Swanen, die ihre eigene Sprache und eine lange, traditionsreiche Geschichte haben. Sie waren im Zusammenhang mit dem aus den Flüssen des Kaukasus gewonnenen Goldes schon im antiken Griechenland bekannt. Das Gold der Kaukasus-Flüsse war übrigens auch der Ausgangspunkt für die Legende vom Goldenen Vlies in der Argonauten-Sage.
Ober-Swanetien ist die Region für Bergwanderer. Als Ausgangsort für Trekkingtouren zu Fuß oder zu Pferd hat sich der Ort Mestia (1500 m) etabliert. Auf der Karte, die beim Hineinklicken vergrößert, findest du Mestia ganz oben, nahe der russischen Grenze. In Mestia gibt es einige Hotels, viele Privatunterkünfte und in den Restaurants kann man nach der Tour des Tages sehr gut essen. Wie schon in Adscharien hat mich auch in Swanetien die georgische Küche begeistert. Sie ist abwechslungsreich und bietet echte kulinarische Highlights.
Nach Mestia gelangt man von der Schwarzmeerküste nur auf einem Weg. Über Zugdidi, entlang des Enguri-Stausees das Tal des Enguri hinauf. Mit 272 Metern Höhe zählt der Enguri Damm zu den höchsten Staudämmen der Welt. Für die ca. 100 km das Tal hinauf nach Mestia haben wir etwas über 3 Stunden gebraucht. Früher, vor dem Ausbau der Straße, war die Fahrzeit doppelt so lang. Die Bergdörfer Mestia, Ushguli u.a. entlang des Enguri-Tales gehören wegen der vielen, aus dem frühen Mittelalter stammenden Wehrtürme zum UNESCO-Kulturerbe.
Auf dem Hinweg haben wir aufgrund tiefliegender Wolken wenig von den hohen Bergen gesehen. Kurz vor Mestia tauchten dann die ersten Türme auf – Fotostopp! Das Licht war nicht so besonders, aber wir haben sie trotzdem aus verschiedensten Winkeln fotografiert, es waren schließlich die ersten dieser legendären Wehrtürme. Kurz darauf, angekommen in Mestia, sahen wir dann ganz viele Türme, am nächsten Tag sogar mit einigen guten Lichtmomenten und den schneebedeckten Bergen im Hintergrund. Die swanetischen Wehrtürme waren früher Rückzugsorte bei Angriffen. Sie haben drei bis vier Stockwerke, keine Fenster und sind 20 bis 25 Meter hoch. Allein in Mestia soll es davon noch 42 geben. Ich habe sie nicht alle gezählt.
Mehr Fotos aus Swanetien sind in der kleinen Galerie unten zusammengestellt. Die Bilder vergrößern beim Hineinklicken. Viel Spass beim Durchklicken. Welches gefällt dir am besten?
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Hallo Michaela,
Bild 2 hat etwas mystisches, Bild 8 grafisch toll (ist es eine Detailvergrößerung vom Bild davor?) und Bild 9 wunderbar atmosphärisch.
Viel Spass
liebe Grüße Erwin
Hallo Micha,
wirklich sehr schöne Fotos. Das Bild vom Stausee wirkt auf mich ein bischen wie 3D. Echt super!
Lass es dir gut gehen und bis bald.
Nicola
Hallo Michaela,
eine spannende Reise die du machst. Die Bilder sind sehr schön, mir gefällt das vorletzte am besten. Freue mich schon auf weitere Berichte.
Viel Spass noch.
LG Yvonne