Michaelas Logbuch – Fotoreisen und Fotoprojekte

Fuerteventura bei Mond- und Sternenlicht

Fuerteventura ist ein ziemlich guter Ort für alle, die sich für das Fotografieren bei Mond- und Sternenlicht begeistern. Die Lichtverschmutzung, die große Städte mit sich bringen, fällt so gut wie weg. Seit kurzem (November 2015) hat Fuerteventura sogar den  Starlight Reserve Status der UNESCO bekommen. Aufgrund dieser guten Ausgangsbedingungen hatte ich mir vorgenommen, während meines diesjährigen Aufenthaltes hier auf der Insel ein wenig mit dem Foto-Genre Nachtfotografie zu experimentieren.

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Vollmond im Januar – 0.3s @f11 – vergrößert beim Hineinklicken

Bei Belichtungszeiten von 500 – 1000 Sekunden gelingt allerdings oft nur ein gutes Bild pro Fotosession. Daher wird es eine Weile dauern, bis eine vorzeigbare Auswahl von Bildern für eine Galerie zusammen gekommen ist. Zumal der Himmel nicht immer zum Wunschtermin wolkenlos daher kommt. Eine weitere Schikane: weht der „starke Wind“ auf den der Name der Insel „Fuerte Ventura“ zurück geht, macht es bei Belichtungszeit von bis zu 15 Minuten selbst mit einem stabilen Stativ wenig Sinn, loszulegen. Und auch bei moderaten Windstärken stelle ich mich mit meiner Kamera nicht an die Klippen, wenn der Wind auflandig weht. Zu schnell wäre dann die Frontlinse mit dem Salzwasser aus der Luft überzogen.

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Windmühlen und Vulkane – 578 s @ f11 – vergrößert beim Hineinklicken

Umso mehr Freude habe ich an den Bildern, die mir bis jetzt gelungen sind: eine Windmühlen–Vulkan-Komposition, eine Leuchtturm-Lavaklippen-Komposition und ein paar Spielereien mit dem Vollmonduntergang über den Vulkanbergen. Bei den Vorschaubildern sind durch die reduzierte Auflösung die Sternenspuren leider kaum noch auszumachen. Beim Klick auf das jeweilige Bild vergrößert dieses, dann sieht man mehr.

Der Leuchtturm „Faro del Toston“ bei El Cotillo an der Nord-West-Küste der Insel steuerte zum Licht des Halbmondes noch sein eigenes Licht bei. Dieses Foto widme ich Erwin, dem „Leuchtturmsammler“.

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Leuchturm, Nordwestküste, 674 s @f11 – vergrößert beim Hineinklicken

Die beiden Vollmond-über-dem-Vulkan-Bilder sind bei fiesem „stativfeindlichem“ Wind entstanden. Um trotzdem fotografieren zu können, stand das Stativ im Schutz zwischen zwei geöffneten Autotüren und das Tele schaute zur halb heruntergelassenen Scheibe heraus. Zwischen zwei Böen konnte ich dann belichten.

Vollmond
Vollmond im Januar – 1/6 s @f5.6 – vergrößert beim Hineinklicken

Natürlich sind weitere Nachtaufnahmen in Planung. Wind und Wolken sind allerdings nicht planbar. Also ist auch nicht vorhersehbar, wie schnell mir weitere vorzeigbare Fotos gelingen werden. Schaut einfach öfter mal wieder auf dieser Seite herein, um zu sehen, was sich ergeben hat. Und falls jemand spontan Lust hat, mit mir zusammen bei Mond- und Sternenlicht weiter zu fotografieren: komm einfach vorbei.

7 Gedanken zu “Fuerteventura bei Mond- und Sternenlicht

  1. heinz diehl

    Hallo Michaela ,
    Super perfekte Aufnahmen , am besten finde ich das erste Foto.
    Wenn Du dafür noch keinen Titel hast,würde ich Dir vorschlagen:
    „Vollmond über liegender Frau “

    Übrigens … Dein bestelltes Kondyli Bio Olivenoel geht am Montag den15 . 2. 16 in den Versand.
    Viele Grüße aus Groß Gerau
    Heinz

  2. Erwin

    Liebe Michaela,
    vielen Dank für die – wie immer – tollen Fotos und natürlich die „Leuchtturmwidmung“! Ich fühle mich geehrt, dass Du Leuchttürme immer noch mit mir in Verbindung bringst .
    Vom Kampf mit Blende, Verschlusszeit und ISO-Einstellung kann ich auch berichten, als ich versucht habe, den Blutmond letztes Jahr mit Windmühle im Vordergrund zu fotografieren (auf Lefkas in Griechenland). Wegen der geringen Leuchtkraft sieht man die Mondoberfläche und daher leider die Bewegung sehr schnell (> 1sec gibt unscharfe Oberfläche), aber es war gemeinerweise viel dunkler als sonst bei Vollmond. Daher Sonderlob für die Mondbilder.
    Viele Grüße vom zur Zeit närrischen Rheinland,
    Erwin

  3. Christa Jedelhauser

    Hallo Michaela,
    sehr schöne Mondbilder – wer kann schon Mond mit Windmühlen fotografieren – das würde ich auch gerne machen. Ist ja auch eine gute Idee, dem Vollmond schlaftechnisch ein Schnippchen zu schlagen und in der schönen Natur nachts zu fotografieren – bei diesem angenehmen Klima (trotz Wind)!

    Liebe Grüße

    Christa

  4. Peter Liebthal

    Hallo Michaela,

    eine Frage habe ich noch zu diesen wunderschönen Bildern: Mit einer Ausnahme hast du stets Blende 11 verwendet, warum?

    LG
    Peter

    1. Michaela Artikel Autor

      Hallo Peter,
      vielen Dank für deinen Kommentar. Zu deiner Frage: bei den Bildideen, bei denen Sternbahnen, weiches Wasser oder andere Langzeitbelichtungseffekte das Ziel waren, ist Blende 11 eine gute Wahl, um die Schärfentiefe groß und die Verschlusszeiten lang zu halten. Bei Mondauf- und -untergängen dagegen sollte die Verschlusszeit nicht zu lang sein, weil der sich ja bewegt. Aber auch in dieser Konstellation ist eine geschlossene Blende (11) theoretisch günstiger, um Landschaft und Mond zusammen im Schärfentieferaum zu haben. In diesem Fall habe ich aber in der halben Stunde, in der der Mond sich den Vulkanbergen näherte, mit Blende und ISO-Zahl gespielt, um die Verschlusszeit zu variieren. Wegen des Windes wäre so kurz wie möglich günstiger gewesen. Auch bei meinem Aufbau zwischen den 2 Autotüren als Windschutz war ich mir nicht sicher, wieviel Böen mein Stativ tolerieren würde. Später habe ich dann die Aufnahmen ausgewählt, die nicht „vom Winde verweht“ worden waren.

  5. Carola

    Liebe Michaela,
    das sind ja tolle Aufnahmen, besonders, wie der Mond den Berg „herunterrollt“, wunderbar! Vielen Dank auch, dass Du die Fuertebilder reingestellt hats, eine schöne Auswahl!
    Grüße auf die Insel des starken Windes von
    Carola

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