Michaelas Logbuch – Fotoreisen und Fotoprojekte

Flamingos und Fischadler auf Sardinien

Mein aktueller Ausgangort für Foto-Exkursionen ist der kleine Küstenort St. Caterina di Pittinuri an der Westküste Sardiniens. Dieses Gebiet ist für Naturfotografen und Birdwatcher ein hochinteressantes Revier: die Feuchtgebiete bei Cabras sind Vogelschutzgebiete von internationaler Bedeutung. Hier jagend und brüten zahlreiche Greifvogelarten. Am Stagno di Cabras kann man unter anderem Flamingos, Seiden-, Silber-, Grau- und Kuhreiher in großer Zahl beobachten. Beim vierzigsten Seidenreiher an einem Beobachtungspunkt habe ich aufgehört zu zählen! Eine  Attraktion der Region sind die Rosafarbenen Flamingos, (Phoenicopterus Ruber). Das Vorkommen eines kleinen Krustentieres, der Artemia Salina, von dem die Tiere ihre rosa Farbe bekommen, wird von dem hohen Salzgehalt der Gewässer begünstigt.

Flamingos (Phoenicopterus Ruber) bei Cabras
Flamingos (Phoenicopterus Ruber) bei Cabras

Namensgeber Phönix

Im wissenschaftlichen Namen des Flamingos – Phoenicopterus – versteckt sich der Phönix. In der griechischen und ägyptischen Mythologie ist der „Feuervogel“ Phönix ein heiliger Vogel. Die Legenden um diesen Vogel erzählen Folgendes: neigt sich das Leben eines Feuervogels dem Ende zu, so baut er -in einer einzigen Nacht- ein Nest aus wohlriechenden Hölzern, Weihrauch und Gewürzpflanzen. Dann setzt er sich in das Nest und ruft mit seinem Gesang die aufgehende Sonne, die mit ihren Strahlen das Nest in Brand setzt und den Vogel verbrennt. In der Asche jedoch bleibt ein Ei zurück, aus dem bald darauf ein neuer Phönix schlüpft. Der Phönix gilt daher als Symbol der Wiedergeburt bzw. der Unsterblichkeit.

Fototipp Flamingos

Flamingos im Wind
Flamingos im Wind

Flamingos zu fotografieren, ist nicht ganz einfach. Zum einen sind die Fluchtdistanzen beachtlich, zum anderen stehen sie oft einfach nur ziemlich unfotogen mit dem Kopf im Wasser herum und es passiert nichts. Es ist also, wie immer bei der Tierfotografie, eine Sache der Geduld. Ich bin gerade intensiv dran, für den Kurs Ende April die optimalen Pirschtechniken zu studieren und bin gespannt, ob meine Kursteilnehmer an den Tieren genauso viel Freude haben werden, wie ich. Mein Fototipp: bei Wind losgehen. Wenn die Böen das Gefieder aufbauschen, sehen die Tiere besonders toll aus.

Fischadler

Zu meiner großen Freude gibt es hier einen Fischadler, der ein Herz für Fotografen hat. Er hat einen Ansitzplatz, an den er immer wieder zurückkehrt und schaut dann neugierig ins Objektiv. Mit Fisch in den Fängen habe ich ihn schon erwischt. Von der Steigerung  – Flugaufnahmen mit Fisch- träume ich noch.

Hier ein paar Eindrücke von den Flamingos und dem Fischadler, die Vorschau-Bilder vergrößern beim Hineinklicken. Was meinst du dazu?

2 Gedanken zu “Flamingos und Fischadler auf Sardinien

  1. susanne bollier

    Liebe Michaela,
    das muss ein grandioser Moment gewesen sein, als der Fischadler mit Fisch den Kopf gewendet hat und so zum Fischadler mit Frisur wurde. Schön, dass auch für dich noch etwas bleibt, das auf die Liste kommt.
    Es ist toll, deine Bilder anzuschauen und sehr verlockend.
    Herzlicher Gruss Susanne

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