Michaelas Logbuch – Fotoreisen und Fotoprojekte

Bei den Wildpferden der Giara …

… ein Gastbeitrag von Carina

Im April 2015 hatte Michaela in ihrem Reiseblog von den Wildpferden der Giara auf Sardinien berichtet. Die Bilder haben mich sehr fasziniert und als frühere Pferdenärrin war ich mir sicher, eines Tages werde ich auch dorthin reisen. Ein Jahr später war es nun soweit -nach einer super schönen Orchideenwoche rund um Santa Caterina di Pittinuri durfte ich mit Michaela auf die Giara fahren.

Am Parkplatz oberhalb von Tuili angekommen beeindruckt als Erstes der wahnsinnige Weitblick über das Land. Wir gingen dann zu Fuß über die Basalthochfläche, welche 550m hoch gelegen ist und sich auf einer Fläche von 43km² verteilt. Die Wanderwege waren gesäumt von wunderschönen Korkeichenwäldern, mit Moos überwachsenen Steinen in allen Größen sowie blühenden Alpenveilchen, Zistrosen und auch noch Orchideen.

Schon am ersten „Paùli“ – einem flachen Sumpfsee – ist man fast sprachlos ob diesem beeindruckenden Naturschauspiel – die Wassergänseblümchen säumen den Rand des Paùli mit gelb-weißen Blüten – bizarre Baumformen umgeben den Sumpfsee, die vom Wind über Jahre hinweg geformt wurden – Pferde, die sich am anderen Ende des Paùli mit den Wassergänseblümchen die Bäuche füllen und deren Fohlen durch die Gegend springen.

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Wassergänseblümchen-Mahl, vergrößert beim Anklicken (c) C. Rieger

Einige Meter weiter trafen wir auf eine kleine Herde mit zwei Stuten, davon eine noch in freudiger Erwartung, ein wenige Wochen altes Fohlen sowie deren Leithengst und ein junger Möchte-gern-Leithengst. Die Pferde störten sich nicht an den Besuchern so dass man in entsprechendem Abstand in aller Ruhe eine bequeme Fotoposition suchen kann – für uns war es eine Steinmauer auf der man bequem sitzen konnte.

Die Tiere in ihrer natürlichen Umgebung zu beobachten ist sehr beeindruckend. Nach einer gewissen Zeit stritt der Leithengst der kleinen Gruppe mit seinem Rivalen und jagte ihn über die Ebene. Zwar beobachtet man in diesem Moment alles durch den Sucher, aber wie flink die Tiere zwischen den mit teils großen Steinen übersäten Weiden galoppieren – einfach nur Wow! Und der Serienauslöser kam gar nicht mehr zum Stillstand.

Glücklicherweise konnte sich genau in diesem Moment die Sonne gegen die dunklen Wolken durchsetzen und setzte die Szene in ein schönes Licht. Der sehr kalte und recht böige Wind „trieb“ uns dann weiter und wir fanden am nächsten Sumpfsee eine weitere kleine Gruppe, die sich bei ihrem Gänseblümchen-Mahl im Wasser stehend auch nicht von uns stören ließ.

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Leithengst verjagt Rivalen, vergrößert beim Anklicken (c) C. Rieger

Leider hatten sich die dunklen Wolken über dem Paùli gegen uns verschworen und die Sonne hatte kaum mehr eine Chance durchzukommen. So brachen wir ab und gingen zum Parkplatz zurück. Dort fanden wir einen windgeschützten Stellplatz für „das schönste rote Auto der Welt“ um das Dachzelt aufzuklappen. Am nächsten Morgen waren leider immer noch viele dicke graue Wolken da und es begann auch leicht zu regnen. So beschlossen wir, zurück nach Santa Caterina zu fahren und einen weiteren Besuch in diesem beeindruckenden Gebiet auf „später“ zu verschieben – denn dieser Besuch bei den Pferden hat mich so beeindruckt, dass ein weiterer definitiv in die To Do Liste aufgenommen ist.

An dieser Stelle noch ein dickes Dankeschön an Michaela für die tolle Zeit auf Sardinien und insbesondere für diesen schönen Ausflug. Eines ist gewiss – der Virus ist übergesprungen!

Hier Carinas Galerie vom Ausflug. Vielen Dank Carina für diesen Beitrag. Schön, dass du mich noch ein paar Tage besuchen konntest. Auf unseren nächsten Giara-Ausflug! Die Vorschaubilder vergrößern beim Hineinklicken.

Einige Gedanken zu “Bei den Wildpferden der Giara …

  1. heinz diehl

    Hallo Carina , hallo Michaela ,
    Wunderschön, wenn Träume wahr werden und man auf diese Weise durch schöne Fotos
    und anschauliche Berichte daran auch noch seine Freunde teilhaben lässt.
    Danke und liebe Grüße aus Griechenland
    Heinz

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