Ape´s Rock
Letzte Woche ging mein Aufenthalt auf Fuerteventura zu Ende. Nach zwei Nächten an Bord der Albayzin sind mein Auto und ich am 14. März wieder gut in Cadiz angekommen. Mein aktueller Aufenthaltsort ist das an der Südspitze Spaniens gelegene Städtchen Tarifa. Im letzten Jahr im November hatte ich hier für ein paar Tage einen Zwischenstopp eingelegt, bevor das Schiff von Cadiz nach Fuerteventura auslief. Schon damals hatten mich Tarifa und Umgebung begeistert. Das Meer, die Wellen und die Wolken bieten wunderbare Fotomotive. Diesmal ist etwas mehr Zeit für einen „richtigen“ Aufenthalt hier eingeplant. Steffen ist vom Bodensee für eine Woche dazu gekommen. Er begleitet und unterstützt mich bei den Vorerkundungen für eine eventuelle Fotoreise in und um Tarifa.
Von meinem Zeltplatz aus schaut man übers Meer auf Afrika, die beiden Kontinente sind an dieser Stelle nur 15 km voneinander entfernt. Dazwischen liegt die Meerenge von Gibraltar. Die britische Enklave Gibraltar war Ziel einer unserer Exkursionen. Auf einem großen Auffangparkplatz, noch auf spanischem Hoheitsgebiet, kann man das Auto abstellen und läuft dann nach der Paßkontrolle über das Flugplatzrollfeld in die Stadt hinein. Dort befindet sich eine Fußgängerzone mit vielen Geschäften, die gut besucht sind, da die Waren aufgrund der steuerlichen Vergünstigung deutlich preiswerter als in Spanien sind. Bei Elektronikartikeln ist die Auswahl groß. Auch bei Kameras und Objektiven, fast wäre ich schwach geworden. (-:
Aber unser Ziel war der Ape´s Rock, der legendäre Felsen mit den Berberaffen. Gibraltar ist der einzige Ort in Europa, wo Affen in annähernd „freier Wildbahn“ vorkommen. Diese Affen gelten Manchen als ein Sinnbild für die britische Herrschaft in diesem Gebiet. Ein britischer Aberglaube besagt, dass Großbritannien den Felsen verlieren wird, wenn der letzte Affe Gibraltar verlassen hat. Man kümmert sich also um die Tiere. Wir sahen ein Naturpfleger-Fahrzeug mit dem Schriftzug „Apes Management“. Nette Berufsbezeichnung.
Da uns 412 m Aufstieg mit Fotorucksack eindeutig zu viel waren, sind wir bequem mit der Seilbahn auf den Felsen hinauf gefahren. Oben dann ein grandioser Ausblick über die Bucht, den Hafen und das Meer. Nach den Affen mussten wir auch nicht lange suchen. Es ist schon toll, die Tiere ohne Zäune und Gitter zu fotografieren. Mit dem 100-400mm Objektiv sind mir einige ganz ordentliche Porträts gelungen, aber auch Bilder von Aktion und Interaktion. Am schönsten war es, den jungen Affen beim Spielen zu zu schauen. Die Affen dürfen nicht gefüttert werden. Sie sind aber bei der Nahrungssuche sehr flink und trickreich. So konnten wir beobachten, wie ein Affe einem Besucher eine Banane aus dem äußeren Seitenfach des Rucksacks geklaut hat. Das gab dann die Klassiker-Fotoserie: Affe ißt Banane. Da oben sollte man also seine Taschen und Rucksäcke gut verschlossen halten und natürlich auch besser keine Lebensmittel im Freien essen.
Die Wanderung hinab durch das Naturschutzgebiet hat uns auch sehr gut gefallen. Es gab immer wieder grandiose Blicke, viele Wildpflanzen blühten schon, Landschaft und Vegetation sind abwechslungsreich und wer noch nicht genug Flugaufnahmen von Möwen hat, wird hier ganz sicher in einen Fotorausch verfallen. Es ist einfach großartig anzuschauen, wenn die Vögel sich am Fels im Wind treiben lassen.
Mehr Berberaffen und auch ein paar Landschaftseindrücke seht ihr in der kleinen Galerie unten. Die Vorschau-Bilder vergrößern beim Hineinklicken. Mir gefällt das dritte Bild am besten. Was meint ihr?
- Die Windmühlen Fuerteventuras
- Wale und Delfine in der Straße von Gibraltar
Hallo Michaela,
wunderschöne, tolle Aufnahmen wieder – da möchte man gleich dort hin – es prickelt in mir!! Mir gefallen alle Bilder…!
LG
Christa