Michaelas Logbuch – Fotoreisen und Fotoprojekte

Makrofotografie auf Giglio

In der letzten Märzwoche habe ich mich eine Woche für eine Fotoreise-Vorerkundung auf der Insel Giglio aufgehalten. Giglio ist eine kleine Insel im Mittelmeer. Wirklich klein: Länge: 9 km, Breite: 4,5 km, Fläche: 21,21 km². Die Insel liegt rund 18 Kilometer westlich vom italienischen Festland, bzw. der Halbinsel Monte Argentario und gehört zum toskanischen Archipel. Nachbarinseln sind Elba (50 km nördlich), Pianosa, Giannutri, und Montecristo.

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Entnommen aus: http://www.giglioinfo.it/insel-giglio/isola-del-giglio-insel.html

Giglio ist superschön für einen Wander- oder Fotourlaub. Sowohl für Landschafts- als auch Makrofotografie. 29 ruhige, autofreie Wanderwege mit vielen spektakulären Ausblicken, Schirmpinien und netten Picknick-Plätzen. Ende März hat es überall entlang der Wanderwege wunderbar frühlingshaft geblüht, gelber Ginster, blauer Borretsch, weiße Zistrosen, rotes Orchideenmeer.

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Wanderweg mit Picknickplatz – vergrößert beim Hineinklicken
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Frühlingsbote – vergrößert beim Hineinklicken

Außergewöhnlich aber waren auf Giglio die Möglichkeiten, Eidechsen zu fotografieren. die Tiere haben nahezu fürs Foto gepost. Andernorts hatte ich häufig bei Eidechsen mit Schreckhaftigkeit und einer erheblichen Fluchtdistanz zu kämpfen. Nicht so auf Giglio. Hier konnte ich mit dem Makro fast bis zum Abbildungsmaßstab 1:1 an die Tiere heran gehen!

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Ganz nah dran – vergrößert beim Hineinklicken

In der Vergangenheit wurden auf der Insel Granit, Eisenerz und Pyrit abgebaut. Die Pyritmine wurde 1962 geschlossen. Schautafeln informieren entlang eines Wanderweges bei Campese über die Geologie und die Geschichte der Mine. In einer Bucht am Ortsrand sind noch Anlagenreste zu sehen. Am Ende eines steilen Fußpfades zu einer anderen kleinen Bucht fand ich zwei Grotten und einen unheimlich aussehenden Stollenausgang mit roten Sicker-Spuren. Daneben ein quietschgelber Felsblock. Spektakulär, seltsam und sehr bröselig.

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Links der Stolleneingang – vergrößert beim Hineinklicken

Für eine Fotoreise kommt Giglio aber leider wohl nicht infrage. Ich konnte trotz Rumfragen und –schauen kein geeignetes Hotel mit netter Atmosphäre für eine Gruppe von bis zu 8 Personen finden. Für Individualreisende geht aber wohl immer etwas. Die beste Reisezeit wäre aus meiner Sicht das zeitige Frühjahr. Falls jemand  irgendwann einmal auf eigene Faust dort hinfahren möchte, helfe ich gerne mit Wander- und Übernachtungstipps.

Wie kommt man hin?

Die zwei Fährlinien Toremar und Maregiglio bringen mehrmals täglich sowohl Personen als auch Fahrzeuge vom Festland in Porto Santo Stefano nach Giglio Porto.

Hier eine kleine Galerie mit ein paar Landschafts-, Blüten- und Eidechsenfotos von Ende März. Die Vorschau-Bilder vergrößern beim Hineinklicken.

3 Gedanken zu “Makrofotografie auf Giglio

  1. Carina Rieger

    …ich kann mich Yvonne nur anschließen… nix wie weg… aber – bald ist es soweit…
    Freu…

    Ich glaube, ich hätte da gar nicht aufhören können – insbesondere auch bei den
    Eidechsen… toll!

    Viele Grüße
    Carina

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